Kommentar: Strategiepapier – SPD

Die SPD hat es schwer. Niemand wählt sie mehr. Ihre Politiker knicken regelmäßig ein. Sie wird in der Versenkung verschwinden. Aber warum ist das so? Warum gucken wir alle so tatenlos zu wie eine ehemalige Volkspartei einfach zu Grunde geht? Es gibt ein bisschen Hoffnung. Man könnte es wenigstens mal versuchen. Ich habe ein paar Gedanken niedergeschrieben, die versuchen, etwas zu helfen. Ich bilde mir nicht ein, dass sie das retten wird. Aber ein Versuch ist es jedenfalls wert. 

Die S.P.D.

Die Partei der Strategien, Programme und Denker. Die SPD ist veraltet, versteift, hat wenig jungen Input und hat generell der Bevölkerung nicht viel zu bieten. Ja, es gab die Mütterrente oder die geplante Grundrente. Ja, es gab den Mindestlohn (der nicht ausreicht). Alles schön und gut. Aber die Bevölkerung verlangt mehr! Und sie hat verdammt nochmal recht es auch zu bekommen. Man will einen Mindestlohn, der gegen Armut schützt, und eine Rente, die vor Armut schützt. Man will soziale Gerechtigkeit, und soziale Sicherheit. Sie sollten sich nicht nur plump auf alte Werte stützen. Sie sollte diese alten Konzepte modernisieren und auf das 21. Jahrhundert anwenden. Man muss mutig sein, man muss frisch sein, man muss auf die Bevölkerung zugehen. Es gibt diesen Konsens, das Politiker sich zu weit von der Basis entfernt hätten. Da ist auch partial was dran. Daher denke ich das Gesprächsrunden mit SPD’lern und Besuche an Stammtischen vielleicht Früchte bringen. Man muss die Zukunft gestalten. (Das wusste schon Willy Brandt.)

Der „kleine Mann“

Den gibt es nicht mehr. Simpel und einfach. Es gibt keine Kohlearbeiter mehr, keine Fabrikarbeiter mehr, keine Industriearbeiter mehr. (Es gibst sie ja noch, nur versuche ich einen Punkt zu machen.) Es gibt Verkäufer, ja. Es gibt Frisöre und Bürokaufmänner. Ja, es gibt noch Gering- und Normalverdiener. Und diese Menschen müssen von der Politik beachtet werden. Man muss an diese neue Lebenswirklichkeit der Menschen andocken. An die Azubis in den Betrieben. An die Leute in Gewerkschaften. Man muss sich quasi den „neuen“ kleinen Mann ins Boot holen. Wenn man diese Demografik beachtet und abholt, könnte die SPD neue „alte“ Wähler für sich gewinnen. Die CDU wird nur gewählt, weil … um ehrlich zu sein weiß ich es nicht. Wahrscheinlich, weil die Wähler schon immer CDU gewählt haben. (Schulterzuck.) Die CDU ist nur so stark, wegen ihres konkreten Profil. (Meistens Sicherheit und wirtschaftliche Prosperität.) Dies muss auch für die SPD gelten. Sie muss sich klar und neu definieren.

Es gibt immer noch rot-rot

Dies wäre glaube ich die verzweifelste und nichts würde mehr aussagen: Wir geben auf. Ein Zusammenschluss mit der Partei Die Linke. Davon würden auch eher nur Die Linke profitieren. Aber es wäre ein Schritt in eine halbwegs realistische Zukunft. Man könnte die Kräfte bündeln; und auch die Resourcen. Die Linke macht als einzige Partei wirklich Politik für die allgemeine Bevölkerung. Sie rechnet Dinge durch, will besseren Mindestlohn und besseren Schutz vor Armut. Alles wofür die SPD ebenfalls mal stand. Man könnte auch einfach die Themen klauen. (Aber das wäre unredlich.) Jedenfalls wäre es eine Option. Mehr auch nicht.

Schlusspunkt

Die SPD ist selber Schuld. Sie ignoriert konstant den Willen des Volkes. (Der in einer Demokratie die Macht besitzt.) Sie kabbelt andauern mit der CDU. (Die GroKo ist ebenfalls selber Schuld.) Und sie interessiert sich nicht im Geringsten für das, was die Leute bewegt. (Dies könnte auch ein Symptom für die gesamte Politik sein, aber es geht um die SPD.) Wenn die SPD wirklich überleben will, dann sollte sie sich mit Visionären und Wissenschaftlern auseinander setzen. Sie sollte die neusten Konzept und Entwürfe an die Politik anpassen und in Gesetzesform gießen. Die Zukunft gehört denen, die sich gestalten. Nicht denen, die einfach da sitzen und nur so tun.

Published by N. Burg

N. Burg is a writer. He discovered his passion for writing at the age of 17. Since then he wrote a vast body of work. He also likes reading, cats, the manga One Piece, and thinking.

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