Die (BlaBla-)Republik

Talk-Shows sind nicht das Problem. Diskurs ebenfalls nicht. Es sind nichtmal die Demonstrationen. (Egal, von welcher Seite.) Es sind nicht die Wahlveranstaltungen oder die Parteitage. Das Reden ist im Endeffekt nur das Hintergrundrauschen einer Demokratie. Es ist allgegenwärtig, vielfältig und nötig, um die Leute interessiert und aktiv zu halten. Alle schön und gut. Das eigentliche Problem ist, das darauf absolut nichts folgt. Es hat keine Konsequenz. Weder gesellschaftlich, noch politisch. Wir reden uns immer wieder in den Schlaf.

Das Ergebnis von Diskurs sollte immer ein konstrukt- und produktives Ergebnis sein. Sei es ein Gesetz, eine Lösung, eine Antwort, ein Konzept, ein Plan oder irgendeine Art von Veränderung. Leider scheint das in unserem Land abhanden gekommen zu sein. (Ob schon länger ist mir nicht bekannt. Dafür bin ich zu jung.) Was man sehen kann, ist das halbherzige Flicken und symptomatisches herumdoktern and gewissen Schnellschrauben und Eckpunkten. Es liegt aber nie eine konkretes Ergebnis vor.

Sei es die Mietpreisbremse, der Diesel-Gipfel, oder die immer noch ungeklärte Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik. Es gibt immer eine Menge Gerede und Diskussion; aber nie wirklich eine Lösung des Problems. Diese Art der Politik ist symptomatisch für unser Land. Man versucht immer dem temporären Zeitgeist hinterher zu hecheln, ohne, wirklich etwas verändern zu wollen. Und wenn Mal was verändert wird, dann ins schlechte. (Siehe Anti-Terror-Politik.) 

Unsere Politik ist einfach unfähig unser Land zu gestalten. Es geht nicht mehr um Vision und das Sehen der Probleme. Es geht nur um das managen. Dem Hinterherlaufen und provisorischen Schustern. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung was die Politik den ganzen Tag macht. (Unabhängig davon, dass ich jeden Tag Phoenix verfolge.) Ich will nicht populistisch klingen, und sagen, dass sie nur an Macht und Position interessiert sind. Das mag sein. Ändert aber nichts an der Tatenlosigkeit und Ohnmacht. 

Bei solcher Passivität darf man sich nicht wundern, dass niemand mehr Interesse an Politik hat. Es erscheint immer dasselbe Muster. Problem, Debatte, Lippenbekenntnisse und Wiederholung. Und das Obligatorische: „Wir müssen mehr in XYZ (Bildung, Gesundheit, Pflege) investieren.“ Ihr seid an der Macht verdammte Hacke. Ihr könnt was verändern und gestalten! Und ihr tut nichts den ganzen Tag! Dies macht michverdrossen. Weil es frustrierend und zermürbend ist dieser Tatenlosigkeit zuzusehen. 

Wir leben in einer passiven, einlullenden und beschwichtigenden Demokratie. Keiner möchte Themen ansprechen, jeder geht immer auf Nummer Sicher und irgendwie gelobt jeder immer Besserung. Ändern tut sich dadurch allerdings nichts. Und die Leute wollen Veränderung. Ich will nicht zum x-ten Mal die Themen aufzählen. (Bildung, Gesundheit, Energie.) Wir haben Probleme, er gibt Lösungen, und die die was ändern könnten, interessieren sich nur für Umfragewerte. Beste Demokratie die man sich kaufen kann. 

Lauf mit mir. 

Published by N. Burg

N. Burg is a writer. He discovered his passion for writing at the age of 17. Since then he wrote a vast body of work. He also likes reading, cats, the manga One Piece, and thinking.

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