Die Definition von Heimat ist irrelevant

“I wish people would not give a damn about what country they were born in.”

“I wünschte, dass niemanden interessiert in welchem Land er geboren wurde.”

Hey,

Die Definition von Heimat ist deswegen irrelevant, weil “die Heimat” vollkommen irrelevant ist. Klingt etwas simplifiziert, ist aber so. Ich habe die Debatte über Heimat jetzt schon sein Jahren verfolgt und konnte mich mit keiner Definition wirklich anfreunden. Weder damit, dass Heimat der Ort ist an dem jemand geboren wurde. Oder, dass Heimat mehr ein Gefühl ist und das man per se nicht definieren kann. Aus einer humanistischen Perspektive sollte es den Leuten egal sein.

Wenn dir egal ist, dass du Deutscher bist, ist dir auch egal, wenn jemand Afrikaner, Araber oder Asiate ist. Dieses Verhalten hat eigentlich nur Vorteile. Es verbindet und schweißt zusammen. Es fördert Multi-Kultur und Diversität. Und es gräbt den Nationalisten das Wasser ab. Im Endeffekt ist fehlendes Bewusstsein für die eigene Herkunft nur von progressiven und nützlichen Attributen geprägt.

Zumal man immer darauf hinweisen muss, dass Nationalismus ein rein europäisches bzw. amerikanisches Problem ist. Natürlich gibt es das Problem auch in anderen Teilen der Welt, aber dort ist es nicht so evident und eklatant. Bei Rassismus gibt es folgende Begebenheit: Hellhäutige hassen Menschen mit einem höheren Pigmentanteil in der Haut. Dies rechtfertigt Unterdrückung, aber noch mehr, und dies ist typische für den Menschen und seine Natur, Kontrolle. Es gibt keine Afrikaner die jetzt Franzosen hassen, weil sie eine helle Haut haben. Dies nur als Randnotiz.

Wenn wir dieses diffuse und schwer greifbare Konstrukt Heimat vergessen und uns als Menschen betrachten, ist vielem vielen gut getan. Es gibt im Englischen einen schönen Begriff für weltoffene, liberale und multi-kulturelle Menschen: Global Citizen. Dies lässt sich mit dem Begriff Weltenbürger übersetzen. Wobei dieser im Deutschen etwas, na ja, abfällig und / oder kitschig betrachtet wird.

Ich habe mal gesagt: “Uniting people, and not nations.” Im Deutschen etwas: “Das Vereinen von Menschen und nicht Nationen.” Der Kontext ist zwar ein anderer, trifft jedoch den Kern. Wir können immer noch das Oktoberfest feiern ohne uns als per se Deutsch zu definieren. Im Endeffekt geht es um einen entspannten Umgang mit unser jedermanns Herkunft. Wir müssen auch nicht den Nationalstaat abschaffen. 

Wir leben in einer Welt voller Vermischung. Und dies bereichert jedes Land. Unsere Diversität ist unser Reichtum. Ich freue mich über jede Kultur, die uns neue Musik, Speisen oder Sprachen bringt. Die Nazis, tja, die haben den Schuss nicht gehört. Sie klammern sich verzweifelt an alte Muster, weil sie die neuen nicht verstehen. Wird der Fortschritt über sie hinwegfegen? Ich glaube nicht. Aber ich hoffe schon.

Lauf mit mir.

Published by N. Burg

N. Burg is a writer. He discovered his passion for writing at the age of 17. Since then he wrote a vast body of work. He also likes reading, cats, the manga One Piece, and thinking.

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